Case Study

Keine Muster mehr - eLAB prime revolutioniert die Zahntechnik

Mit der neuen App von eLAB erhalten Zahntechniker eine fertige Rezeptur für die Keramikkronen und Veneers im exakt richtigen Farbton - auf der Basis eines digitalen Fotos!

Das Problem
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Zahnpatienten wünschen sich für ihren Zahnersatz, dass er möglichst unauffällig ist. Daher ist der richtige Farbton bei der Herstellung elementar. Bisher ist der Farbabgleich für Zahnimplantate jedoch ein Vabanquespiel. Die Bestimmung des richtigen Farbtons mit Hilfe von Mustern führt nur zu einer Annäherung an die eigentlich benötigte Farbe. Das führt zu häufigen Überarbeitungen des Implantats, die das Zahnlabor Zeit und Geld kosten.

Die Idee

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eLAB ermöglicht die gezielte Herstellung des für ein Implantat benötigten keramischen Grundstoffs, indem es dem Zahntechniker eine exakte Rezeptur an die Hand gibt, und liefert .
Voraussetzung hierfür ist eine fehlerlose Analyse des Ausgangsmaterials - also der das Implantat umgebenden Zähne des Patienten.

Die eLAB App für PC und Smartphone soll es den Zahntechnikern und Zahnärzten ermöglichen, diese Analyse einfach und schnell selbst durchzuführen.

Corporate Karma ist als Experte für User Experience Design verantwortlich für die Konzeption, die Gestaltung der Workflows und das visuelle Design der Benutzeroberfläche.

Die Lösung

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Die eLAB App ermittelt auf Basis von Digitalfotos automatisch die exakten Farbwerte der Zahnoberfläche ihrer Patienten. Die Software analysiert die Daten und generiert daraus automatisch eine Rezeptur, mit deren Hilfe exakt passende Zahnersatzteile geschaffen werden können.

Zunächst erfolgt die Erfassung des Bildmaterials: Der Zahnarzt oder Zahntechniker macht Aufnahmen des Gebisses eines Patienten mit seiner Digitalkamera (DSLR). Dabei verwendet er eine von eLAB hergestellte „Graukarte“, die die Kalibrierung des Bildes ermöglicht.

Die Bilder werden in die eLAB App importiert und sofort von der integrierten KI (Künstliche Intelligenz) analysiert. Auf Basis vieler Fallzahlen kann die KI die Zähne im Gebiss im Laufe der Zeit immer besser voneinander unterscheiden und geeignete Messpunkte bestimmen.
Aus den Messwerten berechnet die App nun eine Rezeptur, deren Anwendung beim Aufbau des Implantats exakt zum Farbwert des entsprechenden Zahngegenstücks im Gebiss des Patienten führt.

Mit der sogenannten „Digitalen Einprobe“ kann der Zahntechniker das Implantat virtuell einpassen und die Qualität des Ergebnisses am Bildschirm überprüfen - der Patientenbesuch entfällt!

In einem digitalen Workflow kann der Zahnarzt in den Prozess eingebunden werden - z.B. indem er nach dem Einsetzen des fertigen Implantats ein Foto macht und per eLAB App an den Zahntechniker schickt. Das Ergebnis: Ein enormer Zugewinn an Geschwindigkeit und Qualität.

Unser Vorgehen:

Mit Hilfe des Design Thinking Prozesses und bewährter Kreativmethoden waren wir gemeinsam mit dem Kunden in der Lage, eine innovative Software zu konzipieren, die im Zusammenspiel mit dem eLAB System das zentrale Problem der Zahntechniker tatsächlich löst!

Phase 1: Verstehen Phase 1:
Verstehen
Beobachten im Zahnlabor Kickoff-Workshop: Warum eLAB? „Die Branche ist von Innovationen schwer zu überzeugen - gern wird auf altbewährtes zurückgegriffen. Will man mit einer neuen Lösung den Markt erobern, schaffen, muss sie einen knallharten Mehrwert bieten.“ Lessons learnt Der Kickoff-Workshop dient dazu, den Markt und das eLAB System kennenzulernen. Der Kunde, das externe Entwicklerteam und wir als UX Experten entwickeln ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderung, definieren Ziele, klären die Rollen im Projekt, besprechen das gemeinsame Vorgehen und entwickeln eine Roadmap.

Zu Beginn ist es wichtig, Motivation für das Projekt, Erwartungen und grundsätzliche Anforderungen an die eLAB App kennenzulernen.
Tine Amrell, eLAB
Phase 2: Beobachten Phase 2:
Beobachten
Kickoff Live Interviews: Womit kämpfen Zahnlabore heute? „Die Kolleg*innen in den Zahnlaboren brauchen das Gefühl, wirklich verstanden zu werden und nicht allein zu bleiben mit ihren täglichen Herausforderungen. Dieses Bedürfnis aufzugreifen und ihm mit einer Software zu begegnen, die nichts verkaufen will, sondern wirklich hilft, ist eine der größten Chancen für eLAB.“
Lessons learnt Um die Arbeitsweise von Zahntechnikern kennenzulernen und mehr über die Probleme, mit denen diese täglichen konfrontiert sind, zu lernen, besuchten wir Zahnlabore und schauten den Mitarbeitern bei der Arbeit über die Schulter.
Wir haben dabei gelernt, dass die meisten Zahnlabore bereits Bildbearbeitungssoftware (z.B. Adobe Lightroom) einsetzen, um Farbwerte zu vergleichen. Die komplizierte Bedienung der Software, die sehr ungleich verteilte Computer-Affinität - insbesondere bei älteren Kollegen - und die zahlreichen Fehlerquellen machen diese Arbeit jedoch eher zu einem Spiel mit dem Zufall. Das Resultat: Häufiges Nacharbeiten ist an der Tagesordnung.
Sascha Hein, eLAB Standpunkt definieren
Phase 3: Standpunkt Phase 3:
Standpunkt
definieren
Beobachten durch Fokusgruppen Personas: Der emotionale Standpunkt „Wir können es nicht jedem recht machen und müssen uns auf die Nutzer fokussieren, für die nicht allein die Höhe der Miete im MIttelpunkt steht. Wenn wir im ersten Schritt umweltbewussten Menschen Unterstützung bieten können sind, ist für unseren Planeten schon viel gewonnen.“ Lessons learnt Über 2 Fokusgruppen-Sessions mit je 8 Probanden, die aufgrund der Corona-Beschränkungen per Videochat durchgeführt werden, versuchen wir, mehr über die Probleme herauszufinden, die Mieter mit ihren Heizkostenabrechnungen haben, sowie etwas über ihre Motivation, diese zu kontrollieren, zu lernen. Gleichzeitig wollen wir unsere wichtigsten Annahmen verifizieren - wie z.B. „Datenschutz spielt eine wichtige Rolle“ oder „ich habe wenig Zeit, mich mit der Heizkostenabrechnung zu beschäftigen.“ - und die Basis für die Erarbeitung von Personas schaffen.
Die Sessions wurden von conPolicy geplant und organisiert und gemeinsam mit CK durchgeführt.
Jana Diels, Projektmanagerin, conPolicy Ideen finden
Phase 4: Ideen finden Phase 4:
Ideen finden
Standpunkt definieren Ideation: Was macht die Lösung einzigartig? „Die größte Hürde ist der Erfassungsprozess. Wir kamen auf die Idee eine KI einzusetzen, die die Daten selbstständig und zuverlässig erfasst. Damit dauert eine Auswertung nur noch 5 statt 45 Minuten! Wir erwarten, dass wir den Erfolg in der Zielgruppe deutlich erhöhen können und die Abbruchquote massiv sinkt.“
Lessons learnt Im Kreativprozess werden Lösungsideen für den Heizkostencheck entwickelt. Dann skizziert das Team die wichtigste Customer Journey mit Hilfe einer User Story Map. Es entsteht ein erstes Gefühl für den Charakter der Anwendung. Das Team kann die Lösung überschauen.

Der Clou: Eine KI, die die Erfassung der Daten für den Anwender übernimmt und auf Basis ihrer Erfahrungen Verbesserungspotenziale aufzeigt und Tipps für die Reduzierung von Heizkosten gibt.
Yvonne Scheurer, Product Ownerin, co2online Prototyping & User Tests
Phase 5: Prototyping Phase 5:
Prototyp
entwicklen
Ideen finden Der Smart HEC lebt! „Die User-Tests mit 3 verschiedenen UX-Ansätzen verliefen ausgesprochen überraschand - wir mussten unseren klaren Favoriten verwerfen. Ohne diesen Schritt hätten wir knallhart am Kunden vorbeientwickelt.“
Lessons learnt Corporate Karma übersetzt die Customer Journeys in einen klickbaren, jederzeit übers Web erreichbaren Prototyp - der Heizcheck erwacht zum Leben! Er enthält bereits Elemente des visuellen Designs und fühlt sich „echt“ an.
Der Prototyp dient der Konzeptentwicklung und der internen Abstimmung im Team, aber auch als Basis für User Tests.

In jede Iteration fließt das zuvor generierte Kundenfeedback ein. Mit der Sicherheit aus den User-Tests kann das Team mit der Programmierung starten.
Oliver Albrecht, Lead Developer, co2online Ende?

tl;dr:

eLAB prime ist die neue Experten-App für Zahntechniker, die den kompletten Prozess – von der Erfassung der Digitalfotos über die automatische Messung bis hin zur Rezeptausgabe – digital abbildet und den Benutzer bei seiner Arbeit optimal unterstützt.

Die innovative App ersetzt den bisherigen Ansatz, mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen (z.B. Adobe Lightroom) manuell Farbmessungen vorzunehmen. Auf diese Weise wird eine höhere Qualität des Farbtons des Implantats erreicht sowie der Aufwand für Überarbeitungen durch die Zahntechniker deutlich reduziert.

Mit Hilfe des Design Thinking Prozesses konnte das Team lernen, dass viele Benutzer durch die Komplexität der bisher eingesetzten Standard-Lösungen überfordert sind und Unsicherheiten bei der Interpretation der Ergebnisse bestehen. Als Ziel für die neue User Experience ergaben sich daraus

  • eine Reduzierung der Funktionalität auf das für die Erfüllung der Aufgabe unbedingt Notwendige,
  • eine möglichst einfache Bedienung, und
  • ein möglichst hoher Grad der Automatisierung der Kernprozesse.

Corporate Karma war bei der Entwicklung der App verantwortlich für User Research, User Experience und Visual Design.

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